Presseerklärung der AG Altort Jockgrim vom 21.08.2012

Einige Monate haben wir mit Transparenten auf die unerträgliche Verkehrssituation in der Ludwig- und Maximilianstraße in Jockgrim hingewiesen. So haben wir den schwächeren Verkehrsteilnehmern – Schulkindern, alten Menschen – endlich öffentliche Aufmerksamkeit gebracht. Wir lieben unser Hinterstädtel und unterstützen das Hinterstädtelfest am ersten Septemberwochenende. Deswegen hängen wir die Transparente ab, um das Fest nicht zu belasten. Wir halten aber unsere Kritik inhaltlich aufrecht. Von Gemeinde und Land erwarten wir konkrete Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, damit der Altort nicht als einzige Durchgangsachse von jeder positiven Ortsentwicklung abgeschnitten wird. An Vorschlägen dafür hat es unsererseits nie gefehlt. Wir würden es sehr begrüßen, wenn der vom Leiter des Landesbetriebs Mobilität, Kurt Ertel, vorgeschlagene Runde Tisch bald zustande käme. An unserem Informationsstand während des Hinterstädtelfests heißen wir die politischen Entscheidungsträger gerne willkommen.Presseerklärung der AG Altort in der RPf

 

Jockgrimer Gemeinderat beschließt: Zentrum soll ruhiger werden

Die AG Altort wartete seit vier Monaten auf irgendeine Reaktion unserer beiden Bürgermeister (Orts- und Verbandsgemeinde) auf unseren Offenen Brief vom Februar. Nun gab es letzte Woche eine Einladung zum Gespräch vom Verbandsbürgermeister Uwe Schwind zusammen mit unserem Ortsbürgermeister Jörg Scherer und Vertretern der Verwaltung. Dass der Altort nach der Abstufung der Buchstraße von der Kreis- zur Wohnstraße im letzten Jahr wieder mehr Verkehr aufnehmen musste, immerhin 8% Mehrverkehr an den Wochentagen, wurde schweigend zur Kenntnis genommen. Vielleicht könne man etwas machen bei der Beschilderung, vielleicht könne man einen Runden Tisch einberufen, auch unter Beteiligung der Rheinzaberner. Die “Wiesenweg-Anbindung” würde sicher irgendwann einmal kommen, aber zur Zeit gebe es keinerlei Bestrebungen in diese Richtung. Es gebe niemanden in Rheinzabern, der  das Verfahren überhaupt nur anstößt.

Soweit das “Ergebnis” der Runde am 26. Juni, aber immerhin hatte man einmal wieder über den ewigen Problempunkt “Verkehr im Altort” gesprochen. Dann nerven die Hinterstädtler nicht mehr so – so wahrscheinlich das Kalkül.

Aus der Zeitung erfahren wir nun, was unsere Ortspolitiker wirklich bewegt. Einen Tag später beschließt der Gemeinderat: Die Untere Buchstraße wird an drei Straßenabschnitten so umgebaut, dass dadurch der Verkehr beruhigt wird.  Nicht der Altort, das Hinterstädtel, nein: die Untere Buchstraße soll ruhiger werden!

Welch eine geniale Vorbereitung zur anstehenden Jockgrimer  750 -Jahrfeier in zwei Jahren!

RPf Bericht zur Gemeinderatssitzung 27.06.2012
RPf Bericht zur Gemeinderatssitzung 27.06.2012

“Oh heiliger St. Florian!”

Ein Naturschauspiel ganz besonderer Art bot am 21. Juni der Himmel über dem Hinterstädtel — eine Gewitterfront!

Dank dem Stoßgebet: Die Blitze schlugen im Tiefgestade ein!

Angstfreies Wohnen im Hinterstädtel?

Die kuriose Bildfolge zum “Privaten Keller” an der Ludwigstraße unterhält den Rheinpfalzleser nun in der dritten Folge. Nun sollen schützende Stangen  für “angstfreies Wohnen” sorgen. Rheinpfalz Bericht vom 22. Mai 2012
Hier, meine ich, amüsiert man sich auf Kosten der Bewohner des Hauses und der Fußgänger an der Ludwigstraße.

Deswegen auch dieser Leserbrief vom Mitglied der AG Altort Steffen Wesche:

Am 30. Mai der Leserbrief des Ratsmitglieds Peter Keiber

In nur fünf Minuten Problem gelöst???

Die Rheinpfalz berichtet gestern die Auflösung zu  “Rätsel um privaten Keller”.  “In nur fünf Minuten konnte eine Lösung gefunden werden”, so stolz unser Ortsbürgermeister. Rheinpfalz Artikel "Privater Keller"Ganz so leicht hatten es die Haus- und Kellerbesitzer allerdings nicht. Schon vor Jahren, vor dem Ausbau der Ludwigstraße in diesem Bereich 2007, hatten sie Gemeinde und LBM auf das Problem hingewiesen, ohne irgendeinen Erfolg. Erst mit einem Anwalt konnten sie jetzt Gehör  finden.

Die flugs realisierte Lösung wird hier gezeigt.  Sieht so eine fußgänger-freundliche Lösung aus? Passt hier ein Kinderwagen durch? Kann man auf diesem “Gehweg” mit einem Rollator fahren?

So einfach ist das: in fünf Minuten eine Lösung finden – zu Lasten Dritter geht das immer! An dieser Stelle hätte zwingend eine Verschwenkung ausgeführt werden müssen. Ebenso wie an anderen Stellen in der Ludwigstraße, wo sich die Privateigentümer heraus-nehmen, Betonkästen oder Autos (siehe im Bild ganz hinten!) auf “ihren” Gehweg zu stellen.
Ein krasses Planungsversagen des LBM und der Ortsgemeinde!

 

Das wollen wir in Jockgrim nicht!


Jockgrim – Perle der Südpfalz – ein  herrlicher Ort zum Leben – Unser Hinterstädl:  romantische Auffahrt, Fachwerkhäuser, enge Gassen, schmale Gehwege. Anwohner wie Besucher schätzen den dörflichen Charakter. Aber dieses besondere Ambiente birgt auch Gefahren, wenn Sicherheit nicht erste Priorität hat. Ein paar Minuten an der Straße und man erkennt, dass viele Verkehrsteilnehmer die Situation mit den schmalen Gehwegen und der schlecht einsehbaren Straßenführung nicht ganz richtig einschätzen. In einem Dorf mit solchen Straßenverhältnissen muss gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt im täglichen Umgang der Verkehrsteilnehmer gewährleistet und eingefordert werden, um Zwischenfälle, ja gar tödliche Unfälle zu vermeiden.

Bei einem Unfall ist man zur Hilfe verpflichtet, einen Unfall vermeiden aber muss offensichtlich niemand. Wenn es passiert, ist es zu spät: für den Verletzten, für die Familienangehörigen und für den Fahrer. Stimmen werden laut nach nicht wahrgenommener politischer Verantwortung. Wir wissen, dass die „Raser“ diesen Blog bestimmt nicht lesen, wir hoffen jedoch, dass verantwortungsbewusste, von uns gewählte Volksvertreter sich nachhaltig um die kritische Situation in der Ludwig- und Maximilianstraße kümmern. Denn ein trauriges Blumenmeer wollen wir hier in Jockgrim nicht. Jeder Unfall ist vermeidbar – wenn gegenseitige Wertschätzung politisch eingefordert und Raserei Konsequenzen hat. Die durchgeführte   Verkehrsberuhigung kann nur der erste Schritt gewesen sein.

Wir sind sicher, wo ein Wille ist, sind auch Möglichkeiten zur Umsetzung. Bürger wie Politiker, gemeinsam sollten wir uns für Sicherheit und eine hohe Lebensqualität für jeden in unserem außergewöhnlich schönen Ort einsetzen.

M. und A. Neumann

Rätselhafte Ludwigstraße

Den Rheinpfalz Zeitungslesern wird die Ludwigstraße immer rätselhafter. “Rot auf Weiß  steht es vor der Hausnummer 66 in der Jockgrimer Ludwigstraße Privater Keller …”. Soviel weiß die Rheinpfalz Redaktion: “…darunter liegt der Keller des Hauses 66 und deshalb konnte der Gehweg vor zwei Jahren nicht gepflastert werden.”

Keller Ludwigstraße 30Was die Rheinpfalz von den Hausbesitzern demnächst erfahren wird, wenn sie diese dann erreicht, ist:  Die Kellerdecke ist sehr alt und ist für eine Befahrung, insbesondere durch LKWs, nicht ausgelegt. Die Anwohner fürchten massive Schäden an ihren Hausfundamenten.

Man fragt sich, wie kommt ein Keller unter eine Landesstraße oder anders herum, warum wird ein Ausbau einer solchen Straße so durchgeführt, ohne die baulichen Gegebenheiten des Hauses zu berücksichtigen? Ist es nicht Aufgabe der Bauplanung und der Gemeinde, solche Probleme im Vorfeld zu klären und zu berücksichtigen?